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Konto trotz Schufa: 4 seriöse Wege zum eigenen Girokonto

Ein negativer Schufa-Eintrag schließt ein Girokonto nicht aus. Hier siehst Du, welche Wege es gibt, was sie kosten und worauf Du achten solltest.

Kurz gesagt

Die 4 Wege im Überblick

Für ein Girokonto brauchst Du keine gute Schufa. Am sichersten ist das Basiskonto, auf das Du einen gesetzlichen Anspruch hast. Daneben gibt es Banken und ein Prepaid-Konto, die ohne Schufa-Hürde eröffnen.

Rechtsanspruch

Basiskonto bei Deiner Bank

Jede Bank, die Girokonten für Verbraucher anbietet, muss auf Antrag ein Basiskonto eröffnen (§ 31 Zahlungskontengesetz). Ein negativer Schufa-Eintrag ist kein Ablehnungsgrund. Du bekommst Überweisungen, Lastschriften, eine Debitkarte und Bargeld, aber keinen Dispo. Die Gebühr legt die Bank fest, sie muss angemessen sein.

Bank mit Vollbanklizenz

N26 Flex

Ein Girokonto, das N26 ausdrücklich für Menschen mit negativem Schufa-Eintrag anbietet: 8,90 € im Monat, Mastercard Debit, bis zu zwei Unterkonten. Einlagen sind über die deutsche Einlagensicherung bis 100.000 € geschützt.

Zu N26 Flex ↗

Ohne Grundgebühr

bunq Free

Die niederländische Bank wirbt mit einer Kontoeröffnung ohne Schufa-Eintrag. Der Tarif Free kostet 0 € im Monat. Einlagen sind über die niederländische Einlagensicherung bis 100.000 € geschützt.

Zu bunq ↗

Auf Guthabenbasis

Onlinekonto.de

Ein Prepaid-Konto beim E-Geld-Institut PayCenter. Laut Anbieter spielt die Schufa keine Rolle, weil keine Kredite entstehen. Kosten: 9,90 € im Monat und einmalig 39 € Aktivierung. Als E-Geld fällt es nicht unter die Einlagensicherung.

Zu Onlinekonto.de ↗

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Vergleich

Die Wege im Vergleich

WegMonatlichEinmaligInstitutSicherung
Basiskontoje nach Bank, angemessen–Deine Bank oder Sparkassegesetzliche Einlagensicherung
N26 Flex8,90 €–Bank, DeutschlandEinlagensicherung Deutschland
bunq Free0 €–Bank, NiederlandeEinlagensicherung Niederlande
Onlinekonto.de9,90 €39 € AktivierungE-Geld-Institutkeine Einlagensicherung

Stand 08.11.2026, Angaben laut Anbieter. Links zu Anbietern können Partnerlinks sein und sind dann als „Anzeige“ gekennzeichnet; das ändert nichts an Reihenfolge und Bewertung. Konditionen können sich ändern, bitte vor dem Antrag beim Anbieter prüfen.

Ratgeber

Worauf Du achten solltest

Antrag

So beantragst Du ein Basiskonto

Am besten schriftlich mit dem Antragsformular der Bank. Die Bank muss spätestens innerhalb von zehn Geschäftstagen entscheiden. Eine Ablehnung muss sie begründen, dann kannst Du Dich an die BaFin wenden.

Pfändung

Pfändungsschutzkonto

Jedes Girokonto, auch ein Basiskonto, lässt sich in ein Pfändungsschutzkonto (P-Konto) umwandeln. Dann bleibt der monatliche Grundfreibetrag geschützt.

Vorsicht

Keine Vorkasse an Vermittler

Seriöse Banken verlangen kein Geld im Voraus über Dritte. Angebote wie „Konto und Kredit ohne Schufa gegen Gebühr“ sind ein Warnsignal.

Schufa prüfen

Falsche Einträge löschen lassen

Einmal im Jahr bekommst Du eine kostenlose Datenkopie nach Art. 15 DSGVO. Falsche oder erledigte Einträge kannst Du berichtigen oder löschen lassen.

Häufige Fragen

Konto trotz Schufa: kurz beantwortet

Kann ich trotz negativer Schufa ein Girokonto eröffnen?

Ja. Jede Bank, die Girokonten für Verbraucher anbietet, muss auf Antrag ein Basiskonto eröffnen, auch bei negativem Schufa-Eintrag. Daneben bieten N26 mit N26 Flex, bunq und Prepaid-Anbieter wie Onlinekonto.de Konten ohne Schufa-Hürde an.

Was kostet ein Basiskonto?

Den Preis legt jede Bank selbst fest, er muss aber angemessen sein. Der Bundesgerichtshof hat 2020 überhöhte Basiskonto-Gebühren für unwirksam erklärt. Frag bei Deiner Bank nach dem Preisaushang für das Basiskonto.

Bekomme ich mit einem Basiskonto einen Dispo?

Nein. Ein Basiskonto wird auf Guthabenbasis geführt. Überweisungen, Lastschriften, Daueraufträge, Kartenzahlung und Bargeld sind möglich, ein Überziehungsrahmen nicht.

Wann darf eine Bank das Basiskonto ablehnen?

Nur in wenigen Fällen, etwa wenn Du in Deutschland schon ein nutzbares Girokonto hast oder wegen bestimmter Straftaten gegen die Bank. Ein negativer Schufa-Eintrag ist kein Grund.

Ist ein Prepaid-Konto ein vollwertiges Girokonto?

Nicht ganz. Ein Prepaid-Konto funktioniert nur mit Guthaben und liegt bei einem E-Geld-Institut, nicht bei einer Bank. Es gibt keine Einlagensicherung, und die Gebühren sind oft höher als beim Basiskonto.